Heimatmuseum Reinickendorf

 

Sechs Dörfer

Bis ins Mittelalter hinein war das Gebiet des heutigen Bezirks Reinickendorf nur locker besiedelt. Das änderte sich ab dem 12. Jh. durch die Ostsiedlung slawischer und deutscher Herrschaftsträger. Jetzt wurden die sechs Dörfer gegründet, aus denen später der Bezirk hervorgegangen ist: Heiligensee, Hermsdorf, Tegel, Dalldorf (seit 1905: Wittenau), Reinickendorf und Lübars. Die alten Dorfkerne und ihre Anger sind bis heute erhalten. Das Museum selbst liegt direkt im Kern des mittelalterlichen Hermsdorf.

Ein Reliefmodell zeigt die Lage der Dörfer um das Fließ. Wälder, Äcker und Wiesen bestimmten bis ins 19. Jh. das Landschaftsbild. Der Wald diente nicht nur als Ressource für Holz, hier wurden auch Teer und Honig gewonnen. Zu sehen sind im Museum unter anderem das Modell eines Teerofens und einer Klotzbeute, die eine besondere Rolle bei der Bienenzucht spielte.

Das „Quitzow-Modell“, stellt eine historisch belegte Episode nach: 1411 überfielen die Quitzows, ein allseits gefürchtetes Raubrittergeschlecht, die vor den Stadttoren weidenden Herden der Berliner Bürger. Die Berliner verfolgten die Quitzows bis zur Tegeler Mühle. An der über das Fließ führenden Brücke wurden sie jedoch in einen Hinterhalt gelockt und verloren den Kampf gegen die Raubritter.

Modell eines Teerofens

Ausschnitt aus dem Quitzowmodell

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Museum Reinickendorf, Abteilung Bauen, Bildung und Kultur
Alt-Hermsdorf 35 | 13467 Berlin
Telefon 030 - 404 40 62 | E-Mail: info@museum-reinickendorf.de | Bild
Öffnungszeiten: Mo-Fr 9–17 Uhr | So 9–17 Uhr